Wenn die Infektion vorbei ist und die Erschöpfung bleibt
Der Test ist längst negativ, die Befunde beim Hausarzt sind unauffällig — und trotzdem ist nichts wie vorher. Eine Treppe fühlt sich an wie ein Berg. Nach einem Einkauf brauchen Sie den halben Nachmittag, um sich zu erholen. Die Konzentration reicht nicht mehr für eine Seite Text, und abends sind Sie müder als vor dem Aufstehen.
Viele Menschen, die zu mir kommen, haben diesen Zustand monatelang ausgehalten, bevor sie ihn ernst genommen haben. Meist, weil ihnen gesagt wurde, es sei ja alles in Ordnung. Nach meiner Erfahrung ist es das nicht — und es ist auch nichts, was man sich einbildet.
Wie sich Long Covid im Alltag zeigt
Die Beschwerden sind von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Am häufigsten begegnen mir in der Praxis:
- eine Erschöpfung, die auch nach langem Schlaf nicht weicht
- eine Verschlechterung nach Anstrengung, oft erst am Tag danach
- Konzentrations- und Wortfindungsstörungen, häufig „Brain Fog” genannt
- Kurzatmigkeit und Herzstolpern schon bei geringer Belastung
- Muskel- und Gelenkschmerzen ohne erkennbare Ursache
- Schlaf, der nicht mehr erholt
- eine deutlich erhöhte Infektanfälligkeit
- anhaltende Veränderungen von Geruch und Geschmack
Was diese Beschwerden verbindet: Sie schwanken. Auf gute Tage folgen Rückschläge, oft ohne erkennbaren Auslöser. Genau das macht sie für das Umfeld so schwer nachvollziehbar — und für die Betroffenen so zermürbend.
Wenn Ihre Erschöpfung nicht nach einer Infektion begonnen hat, sondern sich ohne erkennbaren Auslöser eingeschlichen hat, finden Sie den passenden Einstieg auf meiner Seite zu chronischer Erschöpfung.
Was dabei aus dem Takt geraten sein kann
Warum manche Menschen nach einer Infektion wieder auf die Beine kommen und andere nicht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. In meiner Arbeit spielen vor allem diese Zusammenhänge eine Rolle:
Die Energiegewinnung in den Zellen. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Gerät ihre Arbeit ins Stocken, fehlt Energie überall dort, wo viel davon gebraucht wird — im Gehirn, im Herzmuskel, in der Muskulatur. Das erklärt, warum die Erschöpfung sich nicht wegschlafen lässt. Mehr dazu auf meiner Seite zur Mitochondrialen Therapie.
Oxidativer und nitrosativer Stress. Nach einer Infektion bleibt im Stoffwechsel oft eine Belastung zurück, die den Körper dauerhaft beschäftigt und die Erholung ausbremst.
Der Darm. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt in der Darmschleimhaut. Ist ihr Gleichgewicht gestört, wirkt sich das auf die Abwehrlage und auf die Nährstoffaufnahme aus.
Mikronährstoffe. Eisen, Vitamin D, B-Vitamine, Magnesium, Zink — sie werden bei einer Infektion stark verbraucht. Fehlen sie anschließend, fehlen dem Körper die Bausteine, die er für die Regeneration braucht.
Das vegetative Nervensystem. Bei vielen Betroffenen kommt der Körper nicht mehr in den Erholungsmodus. Puls, Blutdruck und Schlaf bleiben im Alarmzustand.
Mein Vorgehen
Ein ausführliches Erstgespräch
Ich nehme mir 60 bis 90 Minuten Zeit, um Ihre Geschichte zu hören: Wie ging es Ihnen vor der Infektion? Wann genau kippte es? Was verschlimmert die Beschwerden, was hilft? Welche Untersuchungen gab es schon, und was kam dabei heraus? Bringen Sie bitte vorhandene Befunde mit — sie sind für mich ein wichtiger Ausgangspunkt.
Gezielte Diagnostik
Anschließend schauen wir nach, wo der Körper konkret klemmt. Dafür nutze ich den Ganzkörperscan meiner Präventionsdiagnostik — eine NLS-Analyse, die ohne Röntgen, ohne MRT, ohne CT und ohne einen einzigen Nadelstich auskommt.
Sie sitzen dabei entspannt, während das Gerät die Frequenzmuster Ihrer Organe und Organsysteme abtastet. Das gibt mir Hinweise darauf, wo die Regulation aus dem Gleichgewicht geraten sein könnte: im Energiestoffwechsel, in der Verdauung, in der Abwehrlage, im Hormon- und im Nervensystem. Gerade nach einer durchgemachten Infektion ist dieser Blick auf das Ganze hilfreich, weil sich die Belastung meist über mehrere Systeme gleichzeitig verteilt und in Einzelbefunden leicht untergeht.
Das Ergebnis gehen wir direkt gemeinsam durch, Sie sehen es mit mir am Bildschirm. Ziel ist nicht ein weiterer Befundstapel, sondern ein Bild davon, welche Systeme Unterstützung brauchen — und in welcher Reihenfolge.
Ein individueller Behandlungsweg
Daraus entsteht ein Plan, der zu Ihnen passt. Je nach Befundlage können dazu gehören: Infusionstherapien zum Auffüllen fehlender Mikronährstoffe, der Aufbau der Darmflora, eine mitochondriale Therapie, eine Säure-Basen-Regulation sowie Empfehlungen zu Ernährung, Belastungsdosierung und Erholung. Wie ich grundsätzlich denke und arbeite, beschreibe ich auf der Seite Funktionelle Medizin.
Ablauf und Zeitrahmen
Nach dem Erstgespräch und der Diagnostik besprechen wir gemeinsam das weitere Vorgehen. Eine Begleitung bei Long Covid ist in aller Regel kein einzelner Termin, sondern ein Weg über mehrere Monate — mit Kontrollterminen, bei denen wir nachjustieren. Wie eng die Termine liegen, richtet sich danach, wie belastbar Sie im Moment sind. Es geht ausdrücklich nicht darum, sich zu etwas zu zwingen.
Wenn Sie von weiter her anreisen, lassen sich Termine bündeln. Auf meiner Seite Übernachtungen finden Sie Hotels und Ferienwohnungen in Boppard und Umgebung.
Was eine Behandlung kostet
Wie umfangreich eine Begleitung wird, hängt davon ab, was die Untersuchung ergibt — deshalb nenne ich vorab keine Pauschale. Was ich Ihnen zusage: Nach dem Erstgespräch und der NLS-Analyse erstelle ich Ihnen einen schriftlichen Kostenplan, bevor eine Behandlung beginnt. Sie entscheiden dann in Ruhe.
Ich rechne nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker ab. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif einen Teil; gesetzlich Versicherte tragen die Kosten selbst. Auf Wunsch ist Ratenzahlung möglich — Näheres dazu auf meiner Seite zur Finanzierung.
Häufige Fragen
Ersetzt die Behandlung den Arztbesuch?
Nein. Eine ärztliche Abklärung ist wichtig und bleibt es auch. Meine Arbeit versteht sich als Ergänzung, nicht als Ersatz.
Wie schnell merke ich etwas?
Das ist sehr unterschiedlich und lässt sich nicht vorhersagen. Long Covid hat sich über Monate entwickelt; entsprechend braucht auch die Erholung Zeit. Seriös versprechen kann ich Ihnen nichts. Was ich Ihnen zusage: Bei jedem Kontrolltermin schauen wir gemeinsam, ob sich etwas bewegt — und passen an, wenn nicht.
Muss ich meine bisherigen Medikamente absetzen?
Nein. Was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet hat, bleibt bestehen. Änderungen daran besprechen Sie bitte dort.
Ich wohne weiter weg — lohnt sich die Anreise?
Viele meiner Patientinnen und Patienten reisen an. Rufen Sie mich gern vorher an, dann klären wir in Ruhe, ob mein Vorgehen für Ihre Situation passt.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?
In der Regel nicht. Private Versicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif anteilig.
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Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiedererkennen, lassen Sie uns sprechen. Rufen Sie mich an unter +49 (0)6742 60049, schreiben Sie mir über das Kontaktformular oder buchen Sie Ihren Termin direkt online.